Hundeernährung

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Die Wahrheit über Hundeernährung

 

Sporthund Freßnapf

Wer aktiv ist und viel Sport treibt, muss auch viel Essen. Bei Experten und Hundehaltern herrscht ein Glaubenskrieg über die richtige Hundeernährung. Insbesondere Hunde, die viel leisten und regelmäßig gefordert werden, brauchen genügend Nährstoffe durch eine hochwertige Hundeernährung. Sporthunde haben einen besonders hohen Energiebedarf, bis zu vier mal höher, als der des Nachbarshund, welcher sich mit drei Spaziergängen am Tag zufrieden gibt. Aber nicht nur die Menge des Hundefutters ist entscheidend, denn ohne die richtige Nährstoffzusammensetzung wird der geliebte Vierbeiner keinen positiven Effekt durch die Hundeernährung auf seine Gesundheit spüren. Mikronährstoffe, Vitamine und Mineralien spielen in der Hundeernährung eine genauso wichtige Rolle wie bei einer gesunden Ernährung des Menschen. Auch bei uns Menschen hängt der sportliche Erfolg und die Leistungsfähigkeit, neben den gesundheitlichen Aspekten entscheidend von der richtigen Ernährungsweise ab. Wer seinem Sporthund eine hohe Leistung abverlangt, sollte dem Thema Hundeernährung eine besonders hohe Aufmerksamkeit schenken.

 

 

Hundefutter ist nicht gleich Hundefutter

 

Jack Russel Terrier Fressen

Wie funktioniert also die perfekte Hundeernährung. Bei Trockenfutter, Nassfutter, Rohkost oder doch lieber Selbstgekochtes gehen die Meinungen der hundebesitzer stark auseinander. Jürgen Zenek, Direktor des Instituts für Tiermedizin stellt klar, dass die Form der Hundeernährung nicht die Entscheidende Rolle spielt, viel mehr kommt es auf die richtige Zusammensetzung und Inahltsstoffe der Hundeernährung an. Das Hundefutter, egal in welcher Form, muss den Energie und Nährstoffbedarf abdecken und genügend Mineralien, Spurenelemente und Vitamine beinhalten. Dementsprechend ist ein hochwertiges Fertighundefutter nicht schlechter als das selbstgekochte Hundemenü.

 

 

 

In vielen Fällen ist das Fertighundefutter wesentlich besser für den Hund, weil die Nähr- und Mineralwerte bereits genau auf die Bedürfnisse des Hundes abgestimmt sind. Auch wenn es die Selbstkocher unter den Hundesbesitzern besonders gut meinen, ist das Sicherstellen, dass sie ihrem Hund Mineralstoffe, Spurenelemte, Vitamine und Aminosäuren in ausgewogener Menge darreichen äußerst fraglich. Der Bedarf an bestimmten Nährstoffen weicht deutlich von dem des Menschen ab. Eine gesunde Ernährungsweise des Menschen kann nicht einfach die hundeernährung übertragen werden. Viele Lebensmittel, die für uns Menschen gesund sind, können dem Hund erheblichen Schaden zufügen. Weintrauben, Zwiebeln, rohe Bohnen, Avoacdos, Knoblauch, rohe Kartoffeln oder Obstkerne sind giftig für den Hund. In größeren Mengen können diese Lebensmittel sogar tödlich sein. Milch, Butter und rohes Eiweiß sind zwar nicht lebensgefährlich, jedoch für den Hund vollkommen ungeeignet und führen zu Magenbeschwerden.

 

 

 

Falsche Hundeernährung macht sich bemerkbar

 

Bei Über- oder Untergewichtigen Hunden ist die falsche Hundeernährung sofort ersichtlich. Auch zu dünner oder dicker Kot ist ein deutliches Anzeichen falscher Hundeernährung. Aber es gibt noch eine ganze Reihe anderer Anzeichen falscher Hundeernährung, welche von den Besitzern nicht zwingend auf das verabreichte Hundefutter zurück geführt werden. So ist das Fell und die Haut ein guter Inikator für die falsche oder richtige Hundeernährung. Riecht ein Hund stark oder ist das Fell stumpf, dann kann das falsche Hundefutter der Grund dafür sein. Die Hundeernährung kann sich sogar auf das Verhalten des Hundes auswirken. So kann das falsche Hundefutter zu Hyperaktivität oder Depressionen führen. In seltenen Fällen wird das Aggressionspotential bei bereits aggressiven Hunden, bei der falschen Hundeernährung, verstärkt. Ein falsches Hundefutter ist der Hauptauslöser für Allergien. Der Hund bekommt Allergien vor allem durch zu viele Proteine die in Weizen-, Geflügel-, Schwein- und Milch-Produkten vorkommen. Das sollte den Hundebesitzer nicht wirklich verwundern, denn die gleichen Auswirkungen von falscher Ernährung sind auch bei uns Menschen zu beobachten.

 

 

 

Die Qual der Wahl - Hundefutter im Vergleich

 

Dosenfutter Sporthund

Auch bei Fertighundefutter gibt es große Qualitätsunterschiede. Zwar sind in fast allen Produkten genügend Nährstoffe in der richtigen Dosierung enthalten, jedoch tricksen auch die Hundefutterhersteller, in dem sie ihr Hundefutter mit Zusatzstoffen, Geschmacksverstärkern und Aromen tunen. Insbesondere sollte man immer das kleingedruckte lesen und auf denProtein- und Fleischanteil des hundefutters schauen. Nicht selten ist in dem Hundeutter nur 3 - 10 Prozent Fleisch enthalten und wird mit billigem Getreide, Mais oder Soja gestreckt. Kein Wunder, wenn im Discounter die 400 Gramm Dose Hundefutter nur 49 Cent kosten darf. Wer sich nur ein wenig mit den aktuellen Fleischpreisen auskennt, muss sofort erkennen, dass sich hochwertige Inhaltsstoffe für den Hundefutter Hersteller nicht lohnen würden, immerhin will dieser auch noch an dem Hundefutter verdienen. Ein beliebtes Mittel, um auf bestimmte einzuhaltende Nährwerte zu kommen, ist Tiermehl. Tiermehl wird aus Kadavern unterschiedlicher Tiere, wie Rindern, Geflügel, Haustieren und Wildtieren gewonnen. Seit Jahrzentenwird es als billiger Eiweislieferant dem Hundefutter zugesetzt und ermöglicht den Herstellern ihr Hundefutter zu Dumpingpreisen anzubieten. Das gilt für gleichermaßen für Trocken- und Nassfutter. Wer also Qualität möchte, der muss bei der Hundeernährung ein wenig tiefer in Tasche greifen.

 

 

Welches Hundefutter für welchen Hund

 

Welpe frisst

Welpen, alte und kranke Hunde brauchen eine gesonderte Hundeernährung. Junior- und Seniorfutter sind keine Marketingerfindungen, im Gegenteil, insbesondere bei Welpen ist auf die richtige Nährstoffzusammensetzung des Hundefutters zu achten. Zu energiereiches Hundefutter kann schwere Folgen mit sich bringen. Besonders bei großen Hunderassen führt überschüssige Energie durch die falsche Hundeernährung zu Wachstumsschüben, welche sich negativ auf das Skellet auswirken können. Man kennt diesen Effekt aus der Hühnermast. Dort werden die Küken bewusst von Anfang an mit Kraftfutter gefüttert, so dass sie in wenigen Wochen ihr Schlachtgewicht erreichen. Die Folge: Die Hühner können nicht mehr selbständig stehen oder laufen, weil ihr Skelett dem Gewicht nicht gewachsen ist.

 

Alte Hunde haben häufig mit Krankheiten wie Nieren Funktionsstörungen, Diabetes, Herz- oder Lebererkrankungen zu kämpfen. Bestimmte Nährstoffe des Hundefutters können nicht mehr verarbeitet werden und können zu weiteren Problemen führen. In solchen Fällen sollte die Hundeernährung mit einem Tierarzt abgestimmt werden.

 

 

Hundefutter: Trocken- oder Nassfutter

 

Trockenfutter Hund

Qualitativ hochwertiges Trockenfutter ist grundsätzlich nicht schlechter als Nassfutter. Bei der Fütterung von Trockenfutter ist grundsätzlich darauf zu achten, dass der Hund genügend trinkt. Schlechte Trinker sollten bevorzugt mit Nassfutter gefüttert werden, um den Wasserhaushalt nicht zu gefährden. Ansonsten kann Trockenfutter, vor der Fütterung, in Wasser aufgeweicht werden. Trockenfutter ist wie ein Schwamm und zieht Wasser, so dass die Pellets aufquellen und dem Hund genügend Flüssigkeit zuführen. Der einzige Nachteil, die Pellets verlieren durch die Verwässerung an Geschmack und verderben manch krüschem Hund den Appetit.

 

Sporthunde